Spielberichte by Lifter

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ingolstadt 0:0

Ingolstadt-FCS

Der FCS startete mit vielen Wechseln, u.a. kam Bulic als rechter Innenverteidiger in der Dreierkette neben Zeitz und Sverko zu seinem ersten Startelfeinsatz. Das Spiel startete eher mau, nach 10 Minuten eine Halbchance von Golley der etwa 1 Meter am Tor vorbei schoss, sonst gab keine nennenswerten Aktionen vom FCS. Defensiv hatte man einmal Riesenglück das es nach klarem Handspiel von Zeitz keinen Elfmeter gab, aber auch Ingolstadt schaffte es nicht, großartig Druck aufzubauen. Erwähnenswert noch das Breitenbach nach 40 Minuten runter musste, im Gegensatz zur Schande vom Bretzelberg aber aufgrund einer Verletzung.

In der zweiten Halbzeit das gleiche Bild. Beide Mannschaft defensiv stabil und nach vorne nicht mit dem Elan, den man sich von einem nominellen Spitzenspiel erwarten würde. Ingolstadt mit einer halbwegs guten Chance, der FC in der Nachspielzeit auch. Unterm Strich ein 0-0 das seine Längen hatte, aber jetzt auch kein ganz schlechtes Fußballspiel war. Die Mannschaft hat gut dagegen gehalten und defensiv nichts zugelassen, offensiv hingegen war allerdings viel Luft nach oben. Ein 0-0 gegen die Ingolstädter die vermutlich mindestens den doppelte Mannschaftsetat haben, ist in jedem Fall in Ordnung. Positiv muss ich wieder Rasim Bulic hervorheben der neben Zeitz der beste Blau-Schwarze auf dem Platz war. Wenn er noch ein paar Kilo Muskeln zulegt, kann er nächste Saison vielleicht doch noch den Durchbruch bei uns schaffen.

Vom Ergebnis her ist der FCS damit endgültig im Spiel um la piña dorada, die goldene Ananas angekommen, auch die rechnerischen Chancen auf Platz 4 sind somit passé. Am Freitag empfängt der FCS den SV Meppen der seinerseits noch ganz dick im Abstiegskampf steckt. In diesem Spiel sollte man gar kein Verletzungsrisiko eingehen denn am Dienstag danach geht es zum extrem wichtigen Halbfinale im Saarlandpokal nach Homburg. Ein absolutes „Must-Win“ Spiel. Hoffen wir, dass die Bilanz von Kwasniok in solchen Spielen dann besser wird, gewonnen hat er noch keins seit er FCS Trainer ist.

0:3 magdeburg

FCS gegen Magdeburg oder das bittere Ende aller Träume

Zu allererst, ja, wir haben eine tolle Saison gespielt. Aber es wäre schon mehr drin gewesen, wenn nicht immer wieder eine totale Nichtleistung, Slapstick Gegentore oder taktische Experimente des Trainers gewesen wären die krachend in die Hose gehen.

Heute kam alles zusammen. Kwasniok hat wieder mal komplett umgestellt, Zeitz, Barylla und Sverko bildeten eine Dreierkette, Zellner rückte ins ganz offensive Mittelfeld und neben Müller auf links, musste Shipnoski auf die rechte Außenposition im 3-5-2, etwas was er einfach nicht kann.

Dann kam die Leistung dazu. Ob der taktischen Experimente oder der Tatsache, dass es allenfalls theoretisch noch was um was ging geschuldet, das Auftreten der ersten 30 Minuten kann getrost als weitestgehende Arbeitsverweigerung bezeichnet werden. 1 Halbchance durch Zellner, sonst ein Festival der Fehlpässe und verlorenen Zweikämpfe. Dann musste Zellner runter, Verdacht auf Kreuzbandriss aber das hatten wir ja diese Saison schonmal, abwarten als wie schlimm sich die Verletzung rausstellen wird. Für Ihn kam Deville und die damit einhergehende taktische Umstellung brachte etwas mehr Sicherheit, aber keine Besserung insgesamt. Magdeburg konnte in der ersten Halbzeit eigentlich machen was sie wollten, nur zeigten die über 600km weit angereister Truppe vom Ex-HSV Trainer Titz, warum Sie die schlechteste Offensiver der Liga haben (vor heute).

In der zweiten Halbzeit der FCS etwas besser, aber auch nie auch nur ansatzweise gefährlich. Dafür kam jetzt Elend Nummer 3 dazu, die Slapstick Gegentore. Erst verschätzen sich Zeitz und Batz und ein eigentlich ungefährlicher Ball wird von Brünker im Fallen noch getroffen und landet in hohem Bogen im Tor. Ein dummes Gegentor, aber auch überaus verdient. Das macht den Ärger nicht besser.

Kurz darauf kommen Froese und Breitenbach für Shipnoski und Gouras die beide einen ganz schlechten Tag erwischten. Fast hätte es sich bezahlt gemacht. Froese auf Breitenbach und der trifft nur den langen Pfosten. Das soll es aber auch gewesen sein.
Batz konnte zwar die Vorentscheidung noch mehrfach verhindern, in der 85. Minute war er aber machtlos. Mittelfeld und Abwehr schlafen, der eingewechselte Conteh taucht frei vor Batz auf und lässt Ihm keine Chance. Das war es und nicht einmal 2 Minuten später das 0-3. Langer Ball, diesmal rutscht Sverko aus und Conteh hat keine Mühe den Doppelpack zu schnüren.

Positiv kann man wieder die Leistung des ehemals aussortierten Rasim Bulic nennen, sonst eigentlich nichts. Die Saison in der Liga ist jetzt endgültig vorbei, auch Platz 4 ist mit 9 Punkten Rückstand in weite Ferne gerückt.

 

Jetzt gilt es die verbliebenen 3 Spiele halbwegs ordentlich zu bestreiten und sich auf den Kirmespokal zu konzentrieren. Nachdem man im vergangenen Sommer selbigen erbärmlich hergeschenkt hat, weil Kwasniok sich daran störte das man in Homburg spielte während die Saisonvorbereitung lief und das Spiel nicht angenommen hat, sollte man diesmal alles dafür tun, den Saarlandpokal zu gewinnen um in den DFB Pokal einzuziehen. Nach dem schon fast sprichwörtlichen Losglück der Elversberger zogen diese kampflos ins Finale ein und wir müssen im Halbfinale zur Revanche in Homburg antreten.

Bayern München 0:4

„Kleine“ Bayern vs. FCS

Ausnahmsweise am ungeliebten Montagabend musste der FCS zu den „kleinen“ Bayern nach München reisen. Klein? Naja, mit dem 18jährigen 2 Meter Hünen Lawrance haben Sie jemand im Kader der die meisten FCS Spieler gefühlt um einen Kopf überragt und mit Jan Fiete Arp jemanden, der mit geschätzten 5 Millionen Jahresgehalt wohl mehr verdient als unsere gesamte Mannschaft inkl. Trainer und Betreuerteam.

Beide sollten keine Rolle spielen.
Der FCS begann wieder mit einer 4er Kette, für den verletzten Uaferro rückte der zuletzt gesperrt Zeitz in die Innenverteidigung. Ansonsten Barylla rechts, Müller links. Davor wieder Perdedaj, Jänicke und Kerber, Gouras, Golley und Shipnoski bildeten die vordere Kette. Im Mittelfeld wie gehabt aber alles sehr flexibel.

Der FCS begann gut, 11. Minute, Traumpass von Golley auf Gouras der zum 1-0 traf. Ein optimaler Start. Kurz später Shipnoski frei auf dem Weg zum Tor, der Abseitspfiff war wohl unberechtigt. Sei es drum, 20. Minute, Golley mit einem erneuten Traumpass über 50 Meter, schickt Shipnoski der durchläuft und dem Torwart keine Chance lässt. 2. Torschuss, 2. Tor. Optimal.

Danach hatte Bayern Trainer Demichelis genug gesehen und holte den langen Lawrence schon nach 25. Minuten vom Platz. Danach Bayern etwas sortierter und kurz für der Pause mit der ersten Chancen, knapp vorbei.

Nach der Pause, in welcher Bayern weitere 3 Wechsel vornahm, wurde Bayern zunächst stärker. Erst sah Perdedaj die 5. Gelbe Karte, dann ein Pfostentreffer von Bayern, dann tat es Golley seinem Kollegen gleich, beide fehlen somit im nächsten Spiel. Danach wechselt auch Kwasniok durch. Zuerst kommen Bulic und Jacob für Müller und Golley. Der junge Bulic in seinem 2. Saisoneinsatz nachdem er zwischenzeitlich aussortiert und sogar in Rödinghausen im Probetraining war. Er spielte als Rechtsverteidiger während Barylla die linke Seite von Müller übernahm. Und Bulic machte seine Sache auch sehr gut. Vielleicht schafft der Junge ja doch noch den Durchbruch. Dann kam Mendler für Gouras und das sollte gleich belohnt werden. Mendler geht auf links in den Strafraum, verlädt einen Verteidiger, passt zu Shipnoski und der schiebt aus 7 Metern völlig unbeeindruckt ein. Das Spiel ist entschieden. Danach kommen noch Deville und Froese für Jänicke und Shipnoski. Auch das wurde belohnt. Deville lässt in der 90. 3 Bayern aussteigen, passt klasse zu Jacob und der netzt zum 4-0 Endstand.

Ein klasse Spiel gegen schwache Bayern, die in der Form absteigen. Fiete Arp, der heute komplett blass blieb und mit der Kicker Note 5 noch gut bedient ist, dürfte dann der bestverdienenste Regionalliga Kicker aller Zeiten werden.

Der FCS mit 4 Schüssen aufs Tor und 4 Treffern. Der Chancenwucher und die mangelnde Effektivität die über lange Strecken der Saison ein großes Problem waren, wurde komplett ins Gegenteil verkehrt. Ob es noch für einen Blick nach oben reicht? Wohl eher nicht. Aber warten wir die beiden Nachholspiele von Dresden ab, sollten die nach Ihrem Trainerwechsel weiter verlieren, kann Platz 4 nochmal in Sichtweite geraten.

Anmerkenswert ist noch, das neben anderen Promis auch Nürnbergs Sportchef Hecking anwesend war, angeblich soll er großes Interesse an Shipnoski haben, der bekanntlich für eine Ausstiegsklausel von 120.000 Euro in die zweite Liga wechseln könnte. Ob es in Zeiten von Notbremsen und Ausgangssperren angemessen ist, dass die Fußball Funktionäre weiter munter durchs Land reisen als wäre nichts, wo Sie auch wie jeder andere Fernsehen schauen könnten, muss jeder für sich selbst beurteilen. Aber das der Fußball schon lange nichts mehr mit dem „gemeinen Volk“ zu tun hat und auch nicht zu tun haben will, zeigt doch das man knapp 1 Jahr nachdem überall Demut gepredigt wurde um überhaupt weiterspielen zu dürfen, für einen Trainer 25 Millionen Ablöse auf den Tisch legt. Gut, es sind die Bayern, aber trotzdem.

Das nächste FCS Spiel ist erst am kommenden Mittwoch, da geht es zuhause gegen Magdeburg.  

5:0 Waldhof

FCS-Waldhof Mannheim

 

Nach der Schmach in Kaiserslautern, stand das nächste Derby an und der Kader wurde kräftig durchgewechselt. Golley und Müller standen erstmals seit langem wieder in der Startelf und beide rechtfertigten Ihre Aufstellung mit einer starken Leistung.

Der FCS kam gut in ein eher leidenschaftsarmes Spiel, nach einem Ballgewinn spielte Kerber den langen Ball auf Jänicke der frei durchlaufen und in die Mitte Spielen konnte, Golley rauschte am langen Pfosten rein und der künftige Feuerwehrmann traf zum 1-0.

Mannheim übernahm dann nach und nach etwas mehr die Spielkontrolle, zunächst ohne wirklich gefährlich zu werden. Dann die 30. Minute, auf unserer rechten Seite konnte Mannheim wieder machen was sie wollten, der Ball kam in den 16er an Batz vorbei und Martinovic muss Ihn nur einschieben, schafft aber das Kunststück diese 1000%ige zu versemmeln. Glück für den FCS. Mannheim weiter etwas stärker, ohne aber gefährlich zu werden. Dann die 41. Minute. Perdedaj mit dem langen Ball auf Shipnoski der hart an der Grenze zum Abseits durchstartet und am Torwart vorbei zum 2-0 einschiebt.

In der zweiten Hälfte hat nach wenigen Minuten Gouras die Monsterchance auf 3-0 zu stellen, Golley erobert stark den Ball, spitzelt durch und Gouras vergibt frei vor dem Torwart. Kurz danach geht Gouras raus und Deville kommt rein. Das sollte sich wenige Minuten später auszahlen, Deville verlängert per Kopf, Golley nimmt den Ball bärenstark an, gewinnt den Zweikampf und trifft zur Vorentscheidung. Ganz starkes Spiel vom oft geschmähten.

Es kam noch besser. Wieder Golley, er gewinnt den Ball außerhalb des 16ers, geht an die Grundlinie, spielt rein auf Deville der zum 4-0 trifft. Nach zahlreichen Wechseln, u.a. kam für Saarbrücken Mendler und für Mannheim der hier wohlbekannte Jurcher, hat Mannheim wenig entgegenzusetzen. Mendler schickt dann Deville noch einmal stark durch der auch den Doppelpack schnürt und zum 5-0 trifft.

Ein Sieg der in dieser Höhe den Spielverlauf nicht wirklich wiederspiegelt. Das Spiel hatte zu keinem Zeitpunkt Derbycharakter und war weder umkämpft, noch fesselnd. Nach dem 2-0 hatte man noch das ungute Gefühl, was passiert wenn der Anschlusstreffer fällt, nach dem 3-0 war das Spiel durch. Angenehm auch mal souverän zu gewinnen.

Gerade die Spieler die zuletzt außen vor waren, Golley, Müller und auch der aussortierte Perdedaj machten ein ganz starkes Spiel, außerdem konnte sich der eingewechselte Deville mit 3 Scorerpunkten hervortun.

Als Wiedergutmachung für den inakzeptablen Auftritt in Kaiserslautern taugt es dennoch nicht, dafür war auch der Gegner heute zu teilnahmslos.

Erst am Montag hat der FCS das nächste Spiel , es geht zur zweiten Mannschaft von Bayern München. Einzelne Spieler verdienen dort mehr als bei uns die ganze Mannschaft, das wäre doch ein Anlass, den kleinen Bayern die Lederhosen auszuziehen.

 

 

 

FCK 2:1

FCK-FCS

Wie  enttäuscht kann man sein? Unendlich enttäuscht. Nach dem Hinspiel und der Blamage in Mannheim, gab es den nächsten inakzeptablen Auftritt in einem Derby. Was soll man zum Spiel groß sagen, mit wenigen Ausnahmen war die Truppe nicht bei der Sache, agierte Lustlos und nicht ansatzweise so, wie man es in einem Derby erwarten würde. Beide Gegentore resultierten auch aus katastrophalen Abstimmungsfehlern in der Defensive, vor allen Dingen das zweite.
Das Kwasniok das nach dem Spiel anspricht macht es nicht besser, die Probleme bestehen die ganze Zeit und die permanenten Umstellungen in der Defensive tragen da sicher Ihren Teil zu bei.

Bleibt wieder eine Derby Enttäuschung. Das man etlichen Spielern ausgerechnet vor dem Spiel mitteilt, dass Sie nach der Saison gehen müssen, trägt sicher auch seinen Teil dazu bei. In jedem Fall der denkbar ungünstigste Zeitpunkt dies zu tun.

Am Mittwoch geht es ins nächste Derby gegen Mannheim, hoffen wir, dass diese Auftritt besser sein wird.

 

2:1 tücü

FCS-Türkgücü München

Nachdem man mehrere Spiele nicht gewinnen konnte, kam ein geschwächter Mitaufsteiger. Bei Türkgücü fehlten mit Sararer (an 55% der Tore direkt beteiligt) und Sliscovic (37,5%) die beiden wichtigsten Offensivspieler. Zusammen haben Sie über die Hälfte der Tore auch erzielt.

Der FCS begann diesmal mit dem Duo Zeitz und Zellner in der Innenverteidigung, dazu rückte Schleimer für den an Corona erkrankten Günther-Schmidt in die Startelf. Die Blau-Schwarzen begannen druckvoll und kamen nach 1 Minute schon zur ersten Ecke. Der Ball kam in den Strafraum und im totalen Chaos fiel er Zeitz vor die Füße der keine Probleme hatte zu treffen. 1-0 nach 90 Sekunden. Und es ging stark weiter. Türkgücü erschreckend schwach, der FCS aber auch nicht so druckvoll, wie man es sich erhoffen würde. Dann kam in der 13 Minute der Auftritt von Lukas Schleimer. Er geht auf links in den Strafraum, will in die Mitte spielen, ein Münchner will reingrätschen und bekommt den Ball an die Hand. Den fälligen Elfmeter verwandelt Shipnoski sicher.

Danach stellte der FCS das Angriffsspiel weitestgehend ein und der Gast war nicht dazu bereit oder in der Lage , diesen Part zu übernehmen und kam nur zu einer Chance.

In der zweiten Halbzeit das gleiche Bild. Der FCS brachte offensiv fast nichts mehr zustanden, außer einem Distanzschuss von Sverko brachte man offensiv nichts mehr zustande. Türkgücü kaum besser, einmal musste Batz eingreifen. Dann aber die 68. Minute. Konfusion im FCS Strafraum und auf einmal fällt doch der Anschlusstreffer. Wieder ein Gegentor, wieder kein „zu Null“. Vom Ergebnis her und von den Eindrücken gerade der letzten Woche musste man wieder zittern. Aber Türkgücü zeigte, das der Treffer ein Zufallsprodukt war und kam nicht mehr gefährlich vor das Tor. Der FCS verpasste es mit den eingewechselten Mendler und Uaferro, der als Stürmer gebracht wurde, nochmal gefährlich zu werden, beide verloren Ihre Laufduelle überdeutlich.

Fazit. Ein schwaches Spiel gegen einen schwachen Gegner. Positiv kann man sehen, dass man das Zentrum weitestgehend dicht bekommen hat, muss aber auch festhalten, dass es bei einem Gegner der ein bisschen mehr Willen an den Tag gelegt hätte, vermutlich nicht zum Sieg gereicht hätte. Egal, 3 Punkte. Jetzt geht es am Samstag zum für die Fans so wichtigen Derby gegen Kaiserslautern, die stehen nach einem 1-1 gegen Lübeck weiter mit dem Rücken zur Wand. Es war das 16. Remis der Pfälzer, der Rekord liegt bei deren 18.

Auf geht’s blau-schwarz, macht Sie nieder, schießt Sie aus der Liga!

 


wehen 2:2

1.FC Saarbrücken in Wiesbaden und die Antwort auf die Trainerfrage.

 

Der FCS spielt am Samstag in Wiesbaden und neben dem Ärger für die MagentaTV Kunden die das Spiel über den Receiver kucken wollten (was nicht ging), mussten sich die Blau-Schwarzen wieder einmal über verschenkte Punkte ärgern. Nach einer eher ereignisarmen ersten Halbzeit kam der FC im zweiten Durchgang gut ins Spiel und konnte durch 2 Treffer von Julian-Günther Schmidt in Führung gehen. Wie so oft, hatte man dann hinten heraus zu viele Nachlässigkeiten im Spiel und fing sich in den letzten 5 Minuten plus Nachspielzeit noch 2 absolut vermeidbare Gegentore. Da 1860 gewonnen hat, beträgt der Rückstand auf Platz 4 und damit der DFB Pokal Qualifikation bereits 5 Punkte, es mehren sich die Anzeichen, dass die Saison eher austrudeln, denn hintenraus nochmal richtig spannend wird. Ist ja auch mal ganz nett.

 

Wichtiger als die Spiel ist die Meldung, wer neuer Trainer des FCS wird. Uwe Koschinat wird ab Sommer übernehmen. Der 49jährige startete seine Trainerkarriere bei der 2003 U19 der TUS Koblenz bevor ab 2006 für mehrere Jahre als Co-Trainer agierte, neben Uwe Rapolder und Petrik Sander, war auch die Reizfigur im FCS Umfeld schlechthin, Milan Sasic, für einige Zeit der zugehörige Chef-Trainer. Im Sommer 2011 wurde er Chef-Trainer bei Fortuna Köln die er auf Anhieb in die Spitzengruppe der Regionalliga West und 2014 zum Aufstieg in die dritte Liga führen konnte. Danach konnte er mehrfach mit relativ bescheidenen Mitteln die Klasse halten. Dann kam im Oktober 2018 das Angebot auf der zweiten Liga und Koschinat wechselte von Köln zum abstiegsbedrohten Zweitligisten SC Sandhausen wo er Nachfolger von Kenan Kocak wurde und die Leistung der Mannschaft erheblich steigern konnte. Somit konnte er den Klassenerhalt sichern. Unter anderen blühte Phillipp Förster unter seiner Leitung auf und wechselte nach Saisonbeginn 19/20 für 3 Millionen Euro nach Stuttgart wo er heute regelmäßig in der Bundesliga spielt. Sandhausen spielte eine solide Saison 19/20 in welcher Kevin Behrens sich unter Koschinats Anleitung zum etablierten Zweitligaspieler entwickelte und auf 21 Scorerpunkte kam. In der aktuellen Saison lief es nicht mehr so rund bei Sandhausen und Koschinat wurde im Herbst entlassen. Sein Nachfolger konnte sich nur 3 Monate halten und wurde im Februar schon wieder entlassen, seitdem machen Koschinats Assistenten weiter, diese sollen nun den Klassenerhalt retten.


Der FCS hat aus meiner Sicht einen soliden Trainer gefunden, der es mag langfristig zu arbeiten und im Gegensatz zu einigen anderen aus dem Kandidatenkreis durchaus auch mit relativ bescheidenen Mitteln erfolgreich arbeiten kann. Er fordert sicher keine Stareinkäufe was dem FCS generell gut tut. Von den aktuellen FCS Spielern hat er schon mit Bone Uaferro gearbeitet, dieser wurde unter Ihm zum Stammspieler in der dritten Liga. Sofern nicht was ganz seltsames passiert, wird Kwasniok die Saison sauber zuende bringen, während Koschinat im Hintergrund sicherlich bereits in die Kaderplanung eingebunden wird. Das ist auch für die etlichen anstehenden Vertragsgespräche auch erforderlich. Die Frage die sich noch stellt ist die des Co-Trainers. Bernd Heemsoth kam mit Kwasniok, aber nicht als „sein“ Co-Trainer. Eventuell wird er ja bleiben, ihm wird ein guter Job nachgesagt. Vielleicht bringt Koschinat aber auch noch einen Assistenten mit. Das wird sich sicher in den nächsten Wochen entscheiden.

Uwe Koschinat, eine gute Wahl.

 

Ausblick auf die restliche und die kommende Saison.

Aktuell ist Länderspielpause, nach Jahren in der sogenannten Amateur Klasse Regionalliga hat auch der FCS dieses Wochenende frei gehabt. Zeit für einen Ausblick auf das ,was noch kommt.

Wie ist die aktuelle Lage:

Dresden führt die Tabelle mit 58 Punkten an, dahinter Rostock und Ingolstadt mit je 57. Man kann also durchaus sagen, die großen Favoriten setzen sich oben fest. Platz 4 hält aktuell 1860 mit 48 Punkten und damit schon 9 Punkten Rückstand auf Platz 3. 3 Punkte dahinter Verl und der FCS mit je 45 Punkten vor dem kommenden Gegner Wiesbaden mit 44,

Was ist das Saisonziel?

Vor der Saison war es ein gesicherter Mittelfeldplatz und möglichst wenig Abstiegssorgen. Dies hat man mittlerweile erreicht. Jetzt ist das neue Ziel der vierte Platz. Im Gegensatz zu Liga 2 wo dies der erste Platz der Aufstiegskampf Verlierer ist, kann man in der Liga 3 viel gewinnen, nämlich die automatische Qualifikation für den DFB Pokal der kommenden Saison. Neben der Reputation, ist das natürlich auch viel Geld, das der Verein gut gebrauchen kann.

Da 1860 gegen Dresden gewonnen hat und das viel bessere Torverhältnis als der FC, Verl und Wiesbaden hat, haben die Löwen da aktuell die besseren Karten. Aber 3 Punkte und Torverhältnis kann man durchaus aufholen. Der FCS wird also die Spiele weiterhin mit voller Power angehen müssen. Ich rechne damit, dass wir bis zum letzten Spieltag darum kämpfen werden.

Wie geht es nach der Saison weiter.

Da der Abgang des Trainers feststeht, ist die dringlichste Aufgabe der sportlichen Leitung, schnellstmöglich den Nachfolger zu finden. In den Medien hieß es, das einige der prominenten Namen die gehandelt wurden aus finanziellen Gründen keine Chance hätten, ich hoffe, das hier bis spätestens Ende April Klarheit herrscht. Denn erst dann kann sich Luginger an die komplizierte Kaderplanung machen.

Wie mittlerweile bekannt wurde, haben Shipnoski und Sverko eine Ausstiegsklausel im Vertrag. Bei Sverko beträgt diese wohl 80.000 Euro, bei Shipi ist das nicht bekannt. Bei Shipnoski als Topscorer der Liga ist mit einem Abgang fast schon zu rechnen, bei Sverko ist es auch eher wahrscheinlich. Der neue Trainer müsste schon viel Überzeugungsarbeit leisten.

Wer geht sonst, welche Verträge laufen aus?

Rasim Bulic ist trotz Vertrag bis 2022 ein recht sicherer Abgang, aktuell ist für ein Probetraining freigestellt, mit einem Abgang des jungen Spielers ist zu rechnen. Die Chance auf einen Verbleibt liegt bei 10%

Jose-Piere Vunguidica – der Vertrag des Top-Verdieners läuft aus und es gilt als sicher, das dieser keinesfalls verlängert wird. Auch wenn es wiederholt heißt, dass er für die Stimmung der Kabine wichtig wäre, sportlich konnte er nie überzeugen. Chance auf Verbleib 1%

Anthony Barylla – der vielseitige Verteidiger spielt eine starke Saison und hat schon bekannt gegeben, das ein Verbleib vom neuen Trainer abhängt. Rostock und Dresden sollen stark interessiert sein und so halte ich einen Abgang für eher wahrscheinlich. Chance auf Verbleib 20%

Fanol Perdedaj – hier hängt vieles vom neuen Trainer ab und dem System was er spielen möchte. Fanol hat sich aber diese Saison als loyaler Bankspieler bewiesen und auch als rechter Verteidiger überzeugt. Chance auf Verbleib 60%

Timm Golley – auch wenn er unter Kwasniok viel Einsatzzeit bekam, wirklich überzeugen konnte er nicht was nicht zuletzt an der mangelnden Torgefahr liegt die ein offensiver Mittelfeldspieler haben sollte. Chance auf Verbleib nur wenn der neue Trainer Ihn ganz unbedingt haben will. 10%

Bjarne Thoelke – der Winterneuzugang machte eine gute Figur bevor er sich schwer verletzte. Hier hängt es neben der Genesung, auch primär vom neuen Trainer ab, ob er das Risiko eingehen möchte. Chance auf Verbleib 30%

Jannick Theißen – der Ersatztorwart der im Winter kam, fällt nächstes Jahr nicht mehr unter die U23 Regel, daher ist es sehr unwahrscheinlich, das der Verein mit Ihm weiter macht. Chance auf Verbleib 5%, diese würde nur steigen, falls Daniel Batz ein Angebot aus der zweiten Liga bekäme und der Verein soviel Ablöse, das er nicht mehr nein sagen kann.

Ramon Castellucci – der aktuell verletzte Ersatztorwart fällt ebenfalls aus der U23 Regel raus, Chance auf Verbleib 1%

Jayson Breitenbach – nachdem er lange kaum Einsatzzeiten erhielt, wurde dies zuletzt sehr viel mehr, er wusste auch auf verschiedenen Positionen zu überzeugen, wenn auch nicht immer zu 100%. Chance auf Verbleib 60%

Kianz Froese – der hochverlange Kanada-Kubaner spielt nicht unbedingt konstant und wurde auch kein Stammspieler, aber er bringt ordentliche Leistungen und auch Torgefahr mit. Chance auf Verbleib 60%

Lukas Schleimer – die Ausleihe aus Nürnberg kann fast schon als gescheitert angesehen werden. Die erhoffte Spielpraxis konnte kaum bekommen, nach einem starken Beginn konnte er auch nicht mehr wirklich überzeugen. Chance auf Verbleib 5%

Auf Sportdirektor Luginger wartet also viel Arbeit, eine ganz große Baustelle ist die U23 Regel. 4 Spieler müssen pro Spiel gemeldet werden für die Regel, aktuell erfüllt nächste Saison nur Luka Kerber die Kriterien. Es wird ein spannender Transfersommer werden.


2:3 Viktoria Köln

FCS-Victoria Köln oder die letzte Chance

Der FCS musste an diesem Spieltag gleich am Freitag vorlegen um zumindest den Abstand nach ganz oben nicht weiter anwachsen zu lassen. Und nach 6 Minuten ging es fantastisch los, Freistoß aus dem Halbwegs, Mendler überlässt Barylla und dessen Flanke köpft Jacob weitestgehend unbedrängt an den Pfosten, von da springt die Kugel an den Hinterkopf von Victoria Keeper Mielitz und dann ins Netz. Ein kurioses Tor. Es entwickelt sich ein Spiel, das man als vogelwild bezeichnen kann, beide Teams haben gute Chancen, ein weiterer Treffer wollte aber erst nach der Halbzeit falle. Nachdem 5 Minuten nach Wiederanpfiff ein Kölner Tor wegen Abseits zurückgepfiffen wurde, war es in der 65. Minute dann soweit, wieder mal hat die FCS Defensive mit Abstimmungsproblemen zu kämpfen und Köln kommt zum Ausgleich. Es sollte schlimmer kommen. Nachdem Daniel Batz 2 mal stark den drohenden Rückstand verhinderte, kam es 5 Minuten nach dem Ausgleich zum Rückstand. Wieder Konfusion in der Abwehr, und ein Kölner kann aus 10 Metern einschieben. Ärgerlich ohne Ende.

Kwasniok bringt dann im kurzen Abstand erst Schleimer für Günther-Schmidt, dann noch Uaferro und Vunguidica für Gouras und Kerber. Und Vunguidica liefert. 1 Minute im Spiel, Jacob verlängert eine Mendler Flanke und Vungu steht frei und schiebt souverän zum Ausgleich ein. Wer jetzt dachte, das Spiel würde sich beruhigen lag falsch. Der FCS will jetzt den Dreier, vergisst aber wie so oft, den Punkt dann nach hinten abzusichern und so kam das Unglück in der letzten Minute der Nachspielzeit, Köln mit einem Gegenstoß und der EX-Lautrer Thiele netzt zum Sieg für Victoria.

Die letzte Chance oben dranzubleiben ist vergeben worden und da Ingolstadt und Rostock Ihre Spiele gewinnen konnten, liegen wir nun 12 Punkte hinter Rang 3. Der heimlich ersehnte Durchmarsch rückt in immer weitere Ferne.

Dresden 1:1

Dresden vs. FCS

Das Spitzenspiel der Liga stand unter schwierigen Voraussetzungen, wegen Sperren und Verletzungen konnte man nur mit 17 Spielern nach Elbflorenz reisen. Jacob stand wieder in der Startelf und hatte gleich nach wenigen Minuten eine Monsterchance als er aus 6 Metern freistehend nur die Latte traf. Eine Chance aus der Kategorie 1000%ige. Schade. Danach eine intensive, aber auf beiden Seitenchancenarme erste Halbzeit.

Die Zweite Hälfte begann ähnlich, dann aber die Chance für den FCS, Jänicke wird gefoult, der Schiedsrichter pfeift nicht und daraus resultiert eine Ecke für den FCS. Jänicke flankt rein und Zeitz kann relativ unbedrängt zum 1-0 einköpfen. Endlich das erste Saisontor unseres Kapitäns.

Lang sollte die Führung nicht Bestand haben. Erst holt sich Jänicke die 5. Gelbe Karte ab, dann wieder mal ein Patzer der FCS Abwehr, ein Dresdner kommt rechts durch, Zellner zieht nach außen und lässt die Mitte verwaist wo der Dresdner Stürmer nur noch einschieben muss. Danach weiter eine intensive Partie, der FCS hatte durch Gouras noch eine gute Chance auf den Sieg, Dresden umgekehrt aber auch.

Unterm Strich steht ein hochverdientes Remis beim souveränen Tabellenführer. Der FCS zeigte eine starke Leistung und bleibt erstmal weiter auf Platz 4 der immerhin die Qualifikation für den DFB Pokal bedeuten würde.  Allerdings haben die Verfolger Wiesbaden, 1860 und Verl haben jeweils ein Spiel weniger. Nach oben haben wir jetzt 6 Punkte Rückstand auf Platz 3 und deren 8 auf Platz 2, sowohl Rostock als auch Ingolstadt haben auch noch ein Spiel weniger absolviert. Die Restsaison wird also durchaus spannend, am Freitag geht es gegen Victoria Köln bevor es in die Länderspielpause geht. Vielleicht ist dann bis zum Spiel in Wiesbaden auch der neue Trainer bekannt, im Interview bei MagentaTV hat Sportchef Luginger nochmal betont, dass das Kapital Kwasniok am Saisonende beendet sein wird.

 

1:2 ZWICKAU

 

FCS-Zwickau

Im Dritten Anlauf wollte man im Nachholspiel gegen Zwickau die Siegesserie fortsetzen und ist undankbar gescheitert. Schiedsrichter ist Mitja Stegemann, der jüngere Bruder von Sascha Stegemann, seines Zeichen einer der besten seiner Zunft und Fifa Schiedsrichter. Das sollte man erwähnen da der Referee eine tragende Rolle spielen wird.

In der starken Anfangsphase hatte der FCS durch Barylla und Gouras gute Chancen, konnte diese aber nicht nutzen, danach konnte man feldüberlegen nicht mehr viele Chancen  und so ging es torlos in die Pause.

Nach wenigen Minuten im Zweiten Durchgang dann der Schock. Batz und Zellner spielen mal wieder Ihr hochriskantes Kurzpassspiel im eigenen Strafraum, letzterer vertändelt den Ball und verursacht dann einen Elfmeter. Muss man den geben? Rein vom Foul nicht zwingend, Zellner stolpert in seinen Gegenspieler, aber allein wegen der Dummheit der Aktion muss man Ihn geben. Immer wieder diese hochriskanten Dribblings kurz vor dem eigenen Tor. Im Gegensatz zu den letzten beiden Partien war Batz chancenlos und es steht 0-1. Bitter.

Der FCS jetzt fahrig und deutlich verunsichert. Dennoch kommt Zeitz zu einer guten Kopfballchance, leider knapp vorbei. Dann eine der spielentscheidenden Szenen. Uaferro spielt klar den Ball, es gibt völlig unberechtigt die Gelbe Karte und Freistoß für Zwickau. Dieser kann nur zur Ecke geklärt werden und daraus fällt das 0-2 da unsere Abwehr den kurz gespielten Eckball nicht verteidigen konnte und ausgerechnet den Routinier König in der Mitte auch wieder zu wenig gestört hat.

Kwasniok beordert jetzt Uaferro ganz nach vorne und das macht sich bezahlt. Der eingewechselte Froese spielt einen Weltklasse Pass auf Uaferro der den Ball einschieben kann. Jetzt wird es nochmal spannend und hektisch. Nach einem Eckball köpft Zellner und gleich 2 Zwickauer kommen mit dem Arm an den Ball. Während beim ersten sicherlich nicht von Elfmeter gesprochen werden kann, klemmt der Torschütze zum 0-1 den Ball kurz zwischen Arm und Körper ein, klarer geht es fast nicht. Dennoch bleibt der Pfiff aus. Danach hat Gouras noch einmal die Chance auf den Ausgleich, konnte Sie aber nicht nutzen. Die negative Krönung war dann der Platzverweis für Uaferro. Die gelbe Karte war zwar OK, aber durch die völlig unberechtigte erste Gelbe Karte dann der Platzverweise. Die Krönung einer außergewöhnlichen Schiedsrichter Leistung. Wenn man Sascha Stegemann auf Wish bestellt…

Die Niederlage war nicht ganz unverdient, einmal mehr wurde die grob fahrlässige Spielweise am eigenen Strafraum bestraft, insgesamt hätte ein Remis aber besser dem Spielverlauf entsprochen. Allerdings hat das schwache Schiedsrichtergespann einen wesentlichen Anteil am Ergebnis was Kwasniok im MagentaTV Interview auch harsch kritisierte. „Wie ein Schluck Wasser in der Kurve“ hätte der Schiri gewirkt, das wird wohl eine Geldstrafe nach sich ziehen.

Aus dem Aufstiegsrennen haben wir uns jetzt erstmal verabschiedet, jetzt geht es zum souveränen Spitzenreiter nach Dresden. Traditionell liegen uns solche Gegner ja besser als kompakte Teams wie Zwickau, warten wir es ab.

2:2 uerdingen

FCS gegen Uerdingen

Gegen den krisengebeutelten KFC wollte man den 5. Sieg in Folge einfahren. Beim Gegner saß ein altbekannter auf der Bank, der Rot gesperrter Cheftrainer Krämer wurde von Stefan Reisinger vertreten. Ob dieser sein Handy vorher abgeben musste, ist leider nicht bekannt.

FCS Trainer Kwasniok verzichtete u.a. auf Zeitz, der nur auf der Bank Platz nahm. Die erste Halbzeit ist schnell zusammengefasst, der FCS fand zu Beginn eigentlich nicht statt, Uerdingen überlegen, brachte aber auch nichts gefährliches zustande. Dann aus dem Nichts der Führungstreffer für die Blau-Schwarzen, ein langer Abschlag, Froese verlängert per Kopf, Günther-Schmidt mit dem Fuß und Gouras macht das 1-0. Der FCS danach ein paar Minuten besser, lies aber wieder nach und so kam Uerdingen zu mehr Chancen, nach knapp einer halben Stunde foult Breitenbach dumm im Strafraum, der Elfmeter ist absolute berechtigt. Aber was soll´s, wir haben ja BATZ, BATZ, BATZ!!! Einmal mehr ahnte Er die Ecke und konnte den schwach geschossenen Elfer parieren. Klasse! Doch dann 5 Minuten später die Ernüchterung, nach einem Standard lassen gleich 3 Saarbrücker einen Uerdinger völlig frei einköpfen. Ärgerlich, aber aus Uerdinger Sicht nicht unverdient.

Nach der Halbzeitpause kommt Zeitz und wie erleben einen FCS der wie ausgewechselt ist. Die Blau-Schwarzen machen Druck, spielen mutiger und werden in der 52. Minute belohnt. Günther-Schmidt wirft reaktionsschnell ein, der sonst heute schwache Jänicke zieht in Richtung gegnerisches Tor, passt zu Froese und der verlängert zu Minos „Lionel“ Gouras der seinen dritten Doppelpack in Folge schnürt. Super diese Leistungsexplosion.

Danach der FCS wieder zuerst gut, dann aber wieder nachlassend. Ein Spielbild der ersten Hälfte, Uerdingen wird besser, aber auch viel Gefahr auszustrahlen. Zwischenzeitlich wurde beiderseits munter durchgewechselt, was dem Spiel auch eher nachträglich war. Dann auf einmal der Ausgleich, in der eigenen Hälfte war man wieder etwas zu inkonsequent, Uerdingen kann flanken, der FC kann nicht ausreichend klären und aus ca. 18 Metern wird der Ball einfach mal draufgeschossen und geht rein. Ärgerlich. Das Spiel danach zerfahren und von weiteren Wechseln gefühlt alle 2 Minuten unterbrochen. Uerdingen aber deutlich druckvoller und in der Nachspielzeit noch mit der Riesenchance die durch Batz einmal mehr grandios vereitelt wird.
Unterm Strich ein absolut verdientes Remis, wenn es auch ärgerlich ist, auf welche Art und Weise man vor allen Dingen das erste Gegentor gefangen hat. Es wäre mehr drin gewesen, man muss der Uerdinger Mannschaft aber auch Respekt zollen, die Leistung war sehr ordentlich, wenn man bedenkt welches Chaos dort herrscht.

Auch wenn man mit dem Ergebnis aus meiner Sicht nicht zu 100% zufrieden sein kann, eine positive Nachricht gab es doch zu vermelden, unsere Zaunfahne war im Stadion. Die Fanbetreuung hat auch zugesagt, dass dies künftig öfter der Fall sein wird:

 

4:1 duisburg

FCS gegen MSV

Bereits um 17 Uhr startete das Nachholspiel gegen den MSV Duisburg. Der Rasen sah zwar nicht besonders gut aus, aber bespielbar. Hoffentlich hält er die 3 Heimspiele am Stück auch durch. Aber zum Spiel. In den ersten 45 Minuten war der FCS fast nicht vorhanden, lediglich eine Chance durch Gouras stand zu Buche. Der MSV dominierte den FCS der gar nicht ins Spiel fand und kam auch mehrfach zu Chancen. Eine Halbzeit zum vergessen wenn da nicht die 45. Minute wäre. Ein genialer Pass von Zeitz in den 16er, Shipnoski legt klasse zurück und Günther-Schmidt knallt den Ball humorlos in die Maschen. Die Pausenführung wie aus dem Nichts.

Nach der Pause direkt das gleiche Bild, Duisburg drängt, ist dominant und kommt folgerichtig zum Ausgleich durch Stoppelkamp. Duisburg will jetzt die Führung, aber der FCS kommt wieder zurück, der für den verletzten Shipnoski eingewechselte Froese trifft von halblinks ins lange Eck. 2-1, die Effektivität ist heute beängstigend. Aber es kommt noch besser, Gouras nach schönem Pass von Günther-Schmidt frei vorm Tor und in der 67. Minute steht es 3-1. Duisburg dann nach einem Patzer von Batz mit der Riesenchance auf den Anschluss, die Zebras lassen es aber ungenutzt und im Gegenzug schnürt Gouras erneut den Zweierpack. Nach einem guten Pass von Breitenbach ist er durch und schießt von links ins lange Eck. 4-1, das Spiel ist entschieden. Danach kam vom MSV fast nichts mehr, dafür aber vom FCS der jetzt aufdrehte. Schleimer mit einem Abseitstor und zweimal Mendler mit Riesenchancen, leider kein weiteres Tor.

Der Trainer war nach dem Spiel angefressen ob der schlechten Leistung, man habe eine „Grütze“ zusammengespielt. Mag sein, aber dennoch hat man 4-1 gewonnen. Gnadenlose Effektivität die auch schon in Verl das Mittel zum Sieg war. Mit den jetzt 43 Punkten ist der Klassenerhalt fast sicher, in den letzten Jahren brauchte man 45 und 46 Punkte dafür. Der Anschluss nach oben ist hergestellt und der FCS kann wieder von dem ganz großen Erfolg träumen.

Jetzt kommt am Samstag der Chaos-Club Uerdingen, bei denen noch immer unklar ist, ob die Finanzierung der restlichen Saison gesichert ist. Hoffen wir auf den 5. Sieg in Serie.

 

verl 1:3

1 Woche nach dem starken Auftritt gegen 1860 München reiste der FCS zum Mitaufsteiger und Tabellennachbarn Verl. Kwasniok stellte wieder um, Jacob fiel kurzfristig aus und Zeitz rückte nach der Rot-Sperre wieder in den Kader. Die Formation war überraschend, vor Batz verteidigten Zeller und Zeitz in der Innenverteidigung, Barylla und Breitenbach jeweils auf Außen. Davor Kerber auf der „Sechs“, Jänicke und Müller bildeten die „Doppelacht“ davor. Günther-Schmidt war nicht etwa die Sturmspitze, sondern etwas zurückgezogen während die schnellen Gouras und Shipnoski den Sturm bildeten. Ganz klar auf Konter aufgelegt.

Das Spiel begann wie man es eigentlich erwartet hat, Verl dominant, der FCS verteidigte und hoffte auf Konter. Nach 11 Minuten dann der erste gefährliche Angriff des FCS. Nach einem weit geschlagenen Freistoß von Barylla kombiniert sich Jänicke mit Shipnoski frei zur Grundlinie und flankt in die Mitte wo Gouras den Ball ins lange Eck spitzelt.

Der FCS übernahm nun mehr das Spiel und Verl gelang außer einem Abseitstor nicht mehr viel. Nach 21 Minuten die nächste tolle Szene. Günther-Schmidt kämpft sich von links in den Strafraum, schießt in Richtung und Tor und der Verler Abwehrspieler Köhler klärt den Ball in höchster Not vor dem einschussbereiten Müller, ins eigene Tor. Der FCS führ 2-0.

Danach von Verl in der ersten Halbzweit kaum noch etwas zu sehen. Der FCS mit hoher Lauf- und Kampfbereitschaft und wenn Verl mal halbwegs durchkam, verteidigte unsere Mannschaft es ordentlich weg. Keine Gefahr für Daniel Batz.

Zur Pause wechselte Kwasniok zum ersten Mal, Perdedaj kam für Müller und übernahm auch dessen Position. Das sollte sich gleich auszahlen. 10 Minuten sind in der zweiten Halbzeit gespielt, Zellner blockt eine Flanke der Verler, Perdedaj setzt sich 25 Meter vor dem Tor bärenstark durch, Pass zu Gouras der dann zu einem 60 Meter Lauf ansetzt und dabei mehrere Gegenspieler alt aussehen lässt. Anstatt wie es nicht nur Torwart und Abwehrspieler wohl erwarteten, zum mitgelaufenen Shipnoski zu passen, schloss er bärenstark ab und belohnte seine starke Leistung mit einem Doppelpack.

Danach ging es erstmal mit dem gewohnten Bild weiter, Verl gelang nichts und der FCS kontrollierte das Spiel. Nach diversen Wechseln dann nach 72 Minuten die erste Großchance für Verl, Eilers schießt knapp daneben, eine Minute später muss Batz erstmals in diesem Spiel sein ganzes Können aufbieten. Dann ging es Schlag auf Schlag, der FCS hatte keinerlei Kontrolle mehr und Verl drängte auf das Tor was dann nach 88 Minuten folgerichtig auf fiel. Den Kopfball von Eilers konnte Batz nicht erreichen.

Der Verler Sturmlauf kam aber deutlich zu spät und so konnte der FCS einen, aufgrund der bärenstarken ersten 70 Minuten auch in der Höhe hochverdienten 3-1 Auswärtserfolg feiern. Am Mittwoch geht es dann mit dem Nachholspiel gegen Duisburg weiter, Anstoß ist dann bereits um 17 Uhr (wegen dem DFB Pokal am Abend).

 

2:1 1860

Völklingen, bestes Fußballwetter, die Mannschaften sind heiß auf das Spiel 1.FC Saarbrücken gegen 1860 München. Was nach dem ersten der bitteren Relegationsspiele klingt, ist etwas was wir eigentlich nicht mehr haben wollten, der FCS spielt in Völklingen. Diesmal sind wir aber froh, das nach dem Rasendesaster im Ludwigspark überhaupt gespielt werden konnte und das auf einem vergleichsweise ordentlichen Rasen.

Kwasniok überraschte Fans und Gegner mit einer Dreierkette mit Barylla, Zellner und Breitenbach.  Der FCS startete stark und setzte die Löwen massiv unter Druck, die erste große Chance hatten aber die Gäste als Zellner auf der Linie für den geschlagenen Batz klären musste. Dies war in der 23. Minute, die Bedenken, das man nach starken Beginn wieder genauso stark nachlässt, waren diesmal aber unbegründet. Der FCS machte weiter und kam in der 32. Minute zur verdienten Führung. Jänicke schloss ein schönes Solo auf der rechten Außenbahn mit einer scharfen Flanke ab die Shipnoski mit der Spitze ins Tor verlängerte. Schön herausgespielt.

1860 dann etwas aktiver, aber der FCS hält gut dagegen. 2 Schreckminuten gab es kurz vor der Pause. Erst bedient Mölders gut mit dem Rücken zum Tor einen Mitspieler dessen Schuss knapp am FCS Gehäuse vorbei geht, dann versucht Zellner sein übliches Dribbling vor dem eigenen Tor und hat viel Glück das es nicht schief geht. So geht es mit einer durchaus verdienten Halbzeit Führung in die altbekannten Völklinger Kabinen.

Die zweite Halbzeit startet ordentlich, es ist vor allen Dingen auf beiden Seiten sehr viel Pfeffer in der Partei. Dann die Großchance auf das 2-0 nach einer tollen Freistoßvariante köpft Jacob ins lange Eck, doch der gute Löwen Keeper Hiller kann den Ball noch von der Linie kratzen.

Kurz darauf Elfmeter für 1860. Nicht schon wieder ein Rückschlag. Zellner hat seinen Gegenspieler im Strafraum ungeschickt zu Fall gebracht. Unstrittig. Doch dann kam es wieder BATZ, BATZ, BATZ! Batz hält den platzierten, aber zu schwach geschossenen Schuss. Grandios! Nur 2 Minuten später fällt das 2-0. Deville flankt in den Strafraum, Jacob verlängert zum Neuzugang Günther-Schmidt der die Kugel aus 7 Metern ins Gehäuse knallt. Jetzt geht es Schlag auf Schlag. Wieder 2 Minuten später ein Slapstick Gegentor zum Anschluss. Zellner versucht den Ball am eigenen 16er zu Perdedaj zu verlängern, der versucht den Ihm in den Rücken gespielten Ball irgendwie zu verwerten und der Ball kommt zu Mölders der gnadenlos abschließt. So ein Ärger. Es geht munter weiter, Mölders auf der einen, Jacob auf der anderen Seite kommen zu Chancen. Dann der nächste Aufreger, Günther-Schmidt ist frei vorm Tor und wird per Foul gestoppt. Eigentlich klar Rot und Elfmeter, der Schiedsrichter lässt aber weiter laufen.

Das Spiel ist jetzt weiter hart geführt und unruhig, Golley hat kurz vor Schluss die Riesenchance nach einem tollen Konter mit Gouras, Hiller ist aber erneut zu stelle. Dann in der Nachspielzeit die Riesenszene des FCS. Nach einem Pfostenschuss ist auf rechts ein 1860 Spieler komplett frei und braucht nur noch einschieben, doch der eingewechselte Bösel versaut den Löwen den Torjubel in dem im Vollsprint den Ball noch von der Linie hämmert.

Nach dem Abpfiff gab es dann eine Rudelbildung in deren Verlauf sich Gouras mit dem gefühlt doppelt so schweren Mölders anlegte. Beide sahen dafür die Gelbe Karte, Löwen Innenverteidiger sogar deren 2 und wurde somit mit Gelb-Rot in die Kabine geschickt. Ein hitziges Ende eines hitzigen Spiels.

Endlich konnte man bei einem FCS Spiel all das erleben was man so gern sieht. Aggressivität, Mut, Spielfreude und das alles über die gesamte Spielzeit. Ob es an Völklingen lag? Jedenfalls springen so verdiente 3 Punkte raus. Natürlich hatte man auch das „Matchglück“ eher auf der eigenen Seite, aber das hat man sich heute ehrlich und hart erarbeitet. Diese Leistung will man noch öfter sehen, am liebsten gleich am nächsten Wochenende wenn man mit Verl dem nächsten Gegner aus der oberen Tabellenregion  gegenübersteht.


unterhaching 0:1

Zum Auswärtsspiel in Unterhaching und damit zum Spiel 1 nach der Ankündigung, das der 1.FC Saarbrücken den Ansprüchen eines Lukas Kwasnioks nicht mehr genügt, musste dieser wieder mal die Defensive umbauen. Breitenbach, Barylla, Uaferro und Perdedaj bildeten die 4er Kette, davor erneut der junge Kerber auf der Zeitz Position.

Das Spiel begann von FCS Seite furios, die Mannschaft setzte den Gegner permanent unter Druck, allerdings zunächst ohne daraus viele Chancen zu kreieren. Nach einer präzisen Flanke von Golley aus dem Halbfeld, schien Jacob so überrascht, das er frei vorm Tor komplett verzog. Das war die beste Chance bis dahin. Nach nicht ganz 30 Minuten dann das Führungstor. Nach einer Ecke gab es etwas Konfusion im Strafraum, Shipnoski traf die Latte und im Gewusel im Fünfmeterraum stocherte Günther-Schmidt den Ball zur bis dahin hochverdienten Führung ins Tor.

Danach machte der FCS erstmal weiter und ließ den Hausherren wenig Raum zum Atmen, in der 39. Minute dann ein eher unnötiges taktisches Foul im Mittelfeld, Uaferro sieht zurecht die Gelbe Karte und eine mit Folgen. Da es die 5. ist werden im Nachholspiel gegen Zwickau somit alle nominellen Innenverteidiger fehlen. Eine Großchance in der 40. Minute konnte Unterhaching blocken. Es ist zum Haareraufen was der FCS immer wieder an Chancen liegen lässt.

Kurz vor der Halbzeit stellte Unterhaching etwas um und bekam so mehr Kontrolle und kam auch zu Chancen, aber ohne ganz gefährlich zu werden. Auf der Leistung kann man absolut aufbauen, eine starke erste Hälfte.

Zur zweiten Hälfte dann leider wieder das, was in den letzten Wochen immer wieder zu sehen war, die Mannschaft brach fast komplett ein, Offensiv fand der FCS kaum noch statt. Defensiv konnte man zwar viel wegverteidigen, aber Entlastung gab es fast keine. Man bettelte wieder einmal um das Gegentor. Unterhaching hatte einige sehr gute Chancen und der FCS konnte glücklich sein, dass die Münchner Vorstädter entweder am eigenen Unvermögen scheiterten oder an dem überragenden Daniel Batz. Das vermeintliche Ausgleichstor der Hachinger nach einer Ecke wurde zurecht nach einem Offensivfoul abgepfiffen.

Unterm Strich wieder 2 Halbzeiten die unterschiedlicher nicht sein könnten. Der Sieg kann als sehr glücklich bezeichnet werden, nicht zuletzt weil Unterhaching über die gesamte Spielzeit gesehen die deutlich besseren Torchancen hatte. Aber danach kräht bald kein Hahn mehr, mit den 3 Punkten konnte man einen ganz leichten Aufwärtstrend bestätigen und vor allen Dingen den Abstand auf die Abstiegsplätze deutlich vergrößern.

Schlimmer als die zweite Hälfte anzuschauen war es Kwasniok im MagentaTV Interview nach dem Spiel zuhören zu müssen. Neben dem schwulstigen Hinweis, das er und die Mannschaft in einer totalen Liebesbeziehung wären, besaß er tatsächlich die Frechheit zu behaupten, dass er die ganze Zeit nur nach oben in der Tabelle geschaut hätte. Das er das Umfeld noch vor wenigen Monaten genau dafür harsch kritisierte und immer wieder öffentlich „Demut“ einforderte, scheint er vergessen zu haben.

 

1:1

Hallescher FC – FCS

 

Montagabend in Halle und der FCS begann wieder furios. Mit dem 18jährigen Eigengewächs Kerber als Ersatz für Zeitz auf der „Sechs“ startete man mit einer Überraschung in der Startelf. Perdedaj den man eher dort erwartet hätte lief als Rechtsverteidiger auf. In den ersten 15 Minuten konnte man 2mal einen Fehlpass des Hallenser Torwarts abfangen und hatte weitere gute bis sehr gute Chancen. Einzig das Tor wollte wieder mal nicht fallen. Danach der FCS weiter die klar bessere Mannschaft, Halle fand offensiv fast nicht statt, lediglich einmal köpfte Boyd aus kurzer Distanz auf Tor und Batz parierte glänzend, hieraus entstand noch eine 2. Chance für Halle. Ein Rückstand wäre zu diesem Zeitpunkt eine Farce gewesen.

In der 44. Minute dann endlich die Führung, wenn auch unverhofft. Der Hallenser Außenverteidiger vertändelte den Ball gegen Shipnoski, dieser ging zur Grundlinie, Günther-Schmidt lief ein und konnte aus wenigen Metern einschieben. Endlich. Direkt danach fällt fast noch postwendend der Ausgleich, aber Batz ist gegen Nietfeld auf dem Posten.

Auf in die zweite Hälfte. Und es kam wie so oft, der FCS fand nicht mehr statt und Halle kam mehrfach zu sehr guten Chancen, aber immer konnte sich noch irgendwer in Blau-Schwarz dazwischen werfen.

Dann ein Schockmoment, nach 2 Behandlungspausen kurz hintereinander musste Neuzugang Thoelke mit einer Verletzung am Schienbein raus. Für Ihn kam Uaferro. In der 73. Minute kam dann das, was sich abgezeichnet hat. Tor für Halle. Barylla ließ seinen Gegenspieler über links in den Strafraum eindringen, Froese konnte den Ball nicht richtig klären und Nietfeld zieht aus 22 Metern einfach mal ab und irgendwie ist der Ball drin. Zu dem Zeitpunkt leider hochverdient. Aber direkt im Gegenzug die Riesenchance auf die erneute Führung, nur leider wieder vergeben. Danach der FCS mit einigen offensiven Versuchen, aber nichts zwingendem. Dafür Defensiv weiter anfällig, viele Verteidigungsaktionen waren mehr Zufall als gewollt. Halle war zwar mit dem Punkt merklich zufriedener als der FCS, aber dennoch hatten Sie in der 90 Minuten die Riesenchance doch noch den Sieg zu holen doch der starke Batz wusste das zu verhindern.

Aufgrund der bärenstarken ersten Halbzeit mit vielen Chancen ist es ärgerlich, heute nur einen Punkt geholt zu haben, aufgrund der zweiten Halbzeit geht es aber komplett in Ordnung. Leider konnte man trotz hohem Aufwand wieder nur einen Punkt mitnehmen. Hätte man in den letzten 10 Spielen gegen die teils schwachen Gegner auch mal den ein oder anderen Sieg eingefahren, wäre das auch nicht weiter dramatisch. So hilft der Punkt aber kaum weiter. Der FCS zehrt weiter vom Punktepolster aus der ersten Saisonhälfte. Ein Sonderlob geht heute an Daniel Batz der mehrfach außerordentlich gut gehalten hat.

Am kommenden Montag geht es gegen den tabellarisch schwer angeschlagenen MSV Duisburg, die Zebras haben gerade mit Pavel Dotchev einen neuen Trainer und mit Azis Bouhadouz einen neuen Stürmer verpflichtet. Ob und wo das „Heimspiel“ stattfindet ist allerdings noch ungewiss, der Rasen im Ludwigspark ist nach wie vor in sehr schlechtem Zustand und auf dem Frankfurter PSD-Bank-Acker wurde bereits das Heimspiel des FSV am Wochenende abgesagt.  
Warten wir es ab und hoffen unterdes das sich Thoelke nicht schwerer verletzt hat. Wir wünschen gute Besserung.

 
4:2

FC Hansa Rostock – 1. FC Saarbrücken.

Ein Traditionsduell wie es im Buche steht, leider auch wieder vor leeren Rängen. Kwasniok und die Mannschaft liefem vor dem Spiel mit einem #fuerzelle T-Shirt auf. Eine tolle Idee, leider gelang trotz großem Einsatz einzelner fans nicht, den Hashtag in die Trends bei social Media zu bringen. Die Konkurrenz vom #Bachelor bis zum den BW-Ministerpräsidenten #Kretschmar war doch zu groß.

Nach der Zellner Verletzung die wohl doch „nur“ ca. 3 Monate Ausfall mit sich bringt, musste Kwaskiok mal wieder umstellen. Er bracht Barylla und Uaferro in der Innenverteidigung, dazu Breitenbach rechts und links in der Viererkette durfte Vunguidica seit langem mal wieder von Anfang an ran. Vorne gab Deville sein Comeback.

Das Spiel ging sehr gut los, einen eigentlich harmlosen Ball legte ein Rostocker Verteidiger Shipnoski vor die Füße der nach 8 Minuten eiskalt zur Saarbrücker Führung einnetzte. Besser kann es nicht losgehen. Leider dauerte es nicht lange, bis die Ernüchterung kam. Jacob foulte im Strafraum und den fälligen Elfer verwandelte Verhoek souverän zum Ausgleich.

Es entwickelte sich ein Drittligaspiel der besseren Sorte, aber ohne die ganz klaren Chancen für den FCS, man war immer so einen Tick zu spät dran. Auf der Gegenseite klärte Batz bärenstark als der Rostocker Pulido frei vor Ihm auftauchte.

So ging es mit einem verdienten 1-1 in die Pause.

Die zweite Halbzeit ging es auch flott, aber nicht positiv los. Nach einem Eckball kam die FCS Verteidigung nicht schnell genug zurück, eine scharfe Hereingabe, Vunguidica grätscht am Ball vorbei und der Rostocker Rother konnte das 2-1 auf kurzer Distanz erzielen. Ärgerlich, allerdings war Vungu auch allein auf weiter Flur im FCS Strafraum. Da fehlte im Defensivverbund die Schnelligkeit von Zellner, der solche Chancen oft schon vor dem Entstehen abgelaufen hat.

Danach war der FC weiter bemüht, Kwasniok brachte Froese und Neuzugang Thoelke für Vunguidica und Deville die sich beide wenig um einen erneuten Startelfeinsatz beworben haben. Deville war aber auch in das Offensive Spiel zu wenig eingebunden, Vungu war bemüht, aber aus einem Stürmer wird halt nur selten ein guter Verteidiger. Man kann Ihm auch keine großen Vorwürfe machen.

Ohne große Chance zum Ausgleich plätscherte das Spiel so vor sich hin, als es kam wie es kommen musste, Rostocks Neidhart knallte nach einem schlecht verteidigten Angriff den Ball sehenswert in den Winkel. Absolut nicht hörenswert war der Magentasport Kommentator, der davon sprach das Neidhart „den Winkel vergewaltigt“ hätte. Die Kommentatoren dort sind sonst auch schon eine Zumutung sondergleichen, aber das war bislang der negative Höhepunkt.

Danach wachte der FCS auf und schmiss alles nach vorne und das mit Erfolg. Nach einer Ecke konnte Froese die Konfusion im Strafraum ausnutzen und traf zum Anschlusstreffer. Der FCS witterte Morgenluft und war auch gleich wieder im Strafraum, diesmal konnte Rostock das aber wegverteidigen und Zeitz wollte den Gegenstoß von Neidhardt mit einem Foul stoppen. Hierbei ging er so rüde und ungestüm vor, dass er völlig zurecht die Rote Karte sah und wohl für mehrere Spiele fehlen wird. Dem gefoulten gelang dann noch der Schlusspunkt zum 4-2.

Die Niederlage war verdient, aber auch nicht unbedingt notwendig. Gegen ein Spitzenteam der Liga, kann man aber durchaus mal verlieren. Zumal das Ergebnis gar nicht das schlimmste ist. Der Platzverweise von Zeitz ist viel schlimmer. Eine Sperre unter 2 Spielen ist utopisch, auch mit 3 Spielen könnte man noch einverstanden sein. Nach Zellner somit der nächste Schlüsselspieler der ausfällt. Allerdings wiegt sein Ausfall noch schwerer, da mit Bösel und Perdedaj beide potenziellen „Sechser“ die Ihn ersetzen könnten aktuell selbst ausfallen. Kwasniok wird jetzt wieder kreativ werden müssen. Hoffentlich gelingt es.

Einen positiven Aspekt könnte der heutige Abend aber dennoch haben. Aus dem Aufstiegsrennen ist der FCS jetzt erstmal deutlich raus und die Rufe nach dem Durchmarsch die im Umfeld immer wieder aufkamen, dürften erstmal verstummen. Das könnte auch Druck von der Mannschaft nehmen.

Am kommenden Montag geht auswärts in Halle weiter. Hoffen wir, dass es dort besser laufen wird.

FCS 0:0

„Heimspiel“ gegen Lübeck

Zum ersten Mal musste der FCS tatsächlich nach Frankfurt ausweichen und wieso dieser Rasen für bespielbar erklärt wurde, ist kaum nachvollziehbar. Einen schlimmeren Acker hab ich lang nicht mehr gesehen.

Der FCS kam dennoch sehr gut in die Partei und muss nach 20 Minuten eigentlich mindestens mit 2-0 führen. Aber wie so oft wurden allerbeste Torchancen kläglich liegengelassen. Beispielhaft Mendler der nach 11 Minuten frei vor dem Torwart auftaucht, es aber schafft diesem eine, zugegebenermaßen gute, Fußabwehr zu ermöglichen. Ab der 20. Minute kam Lübeck zwar besser ins Spiel, konnte sich aber auch nicht wirklich gute Chancen erarbeiten. Bezeichnend das unser Keeper Daniel Batz mit fast sauberen Trikot da stand, im Gegensatz zu seinem Gegenüber bei dem vom Trikot vor lauter Matsch kaum noch was zu sehen war.

Kurz vor der Pause dann der schlimmste Moment des Spiels. Nach einem Eckball des FCS räumt der Lübecker Torwart nicht nur den Ball, sondern auch Steven Zellner ab der direkt ausgewechselt werden musste. Für Ihn kam Uaferro.

In der zweiten Halbzeit dann ein ähnliches Bild, in den ersten Minuten war der FCS klar besser und konnte sich leichte Chancen herausarbeiten, aber keine so guten mehr wie zu Beginn des Spiels. Danach war man über weite Strecken zwar Feldüberlegen mit viel Ballbesitz, aber nicht mehr richtig gefährlich. Das Trikot des Lübecker Schlussmanns das er in der Pause offensichtlich gewechselt hat, war nach dem Spiel ähnlich sauber wie das von Batz.

Neuzugang Julian Günther-Schmidt holte sich zu allem Überfluss noch für ein dummes Foul die Ampelkarte ab und fehlt nun am Mittwoch gegen Rostock. Kwasniok schöpfte das erweiterte Wechselkontingent zwar aus, aber weder Froese und Gouras, noch Vunguidica und Breitenbach brachten den erhofften Durchbruch nach vorne. Kurz vor Schluss bestand Batz darauf einen Freistoß hinter der Mittellinie selbst treten zu wollen. Kann man bei einem Rückstand machen, aber bei einem 0-0 ist das für mich viel zu viel Risiko.

Unterm Strich kann man am Schluss noch fast froh sein, dass man den Punkt noch gesichert hat, was aber auch an sehr harmlosen Lübeckern lag, die wenn Sie mal eine Chance hatten, den Ball entweder direkt in die Arme von Batz schossen oder weit am Kasten vorbei. Man kann mit dem Punkt sicher leben, aber angesichts der zahlreichen Großchancen gegen den Tabellenletzten ist es viel zu wenig.

Nach dem Spiel gab es dann von Kwasniok die Horrornachricht. Steven Zellner hat wohl einen Kreuzbandriss und fällt damit für mindestens den Rest der Saison aus. Ausgerechnet Zellner über dessen Vertragsverlängerung wir uns gerade so gefreut haben. Und er ist auch einer der 3-4 Spieler, die wir keinesfalls ersetzen können. Mal abwarten ob der Verein nun nochmal auf dem Transfermarkt tätig wird. Den Ausflug nach Frankfurt werden wir jedenfalls in keiner guter Erinnerung behalten.

Abschließend bleibt nur noch eines zu sagen:

Wir wünschen Dir alles Gute Zelle!!!

 

 

 

1:2 fcs

Nachdem der FCS zum Jahresauftakt nach mäßiger Leistung nicht unverdient in Meppen verloren hat, ging es Dienstags gleich mit einem Auswärtsspiel beim Kellerkind FC Magdeburg weiter.

Kwasniok änderte die Elf auf 2 Positionen, für den 18-jährigen der bei seinem Profidebüt am Samstag bester Saarbrücker war, kam positionsgetreu Tim Golley in die Startformation. Dazu wurde die Defensive wieder komplett umgestellt. Für Uaferro rückte Barylla in die Innenverteidigung, Breitenbach wechselte von der linken Außenverteidiger Position auf die rechte Seite und dafür kam Mario Müller zurück in die Startelf.

Das Spiel begannt furios, bereits nach 3 Minuten ging Breitenbach auf rechts durch und drang nach einem sehenswerten Doppelpass mit Shipnoski in den Strafraum ein wo er zu Boden ging. Der Schiri entschied direkt auf Elfmeter, seine sehr schmeichelhafte Entscheidung. Jacob war das egal und er beendete Souverän seine Torlos Serie aus den letzten 6 Spielen.

Danach wenig vom FCS, man hätte Glück als bei einem durch Barylla abgefälschten Schuss von Tore Jacobsen die Latte rettete und nach ca. einer halben Stunde der Magdeburger Dominik Ernst von der blau-schwarzen Innenverteidigung ignoriert wurde, er aber aus 5 Meter drüber semmelte.

Insgesamt stand der FC defensiv relativ stabil, offensiv ging auch eher wenig. Zeitz sorgte mit einem Patzer im Mittefeld der für einen Konter sorgte kurz für Aufregung, Barylla konnte das aber ausbügeln. Kurz vor der Pause forderten die Magdeburger dann erst vergeblich Elfmeter als der Ball an den angelegten Arm von Jänicke ging, dann in der 45. Minute bekamen Sie einen den Breitenbach mit einem klaren Foul verursacht hat. Sane glich folgerichtig und auch verdient für Magdeburg aus.

In der zweiten Halbzeit war Magdeburg aktiver, konnte aber selten auch nur annähernd gefährlich werden. Dann ein super platzierter Eckball von Golley, dieser findet Jacob dessen Gegenspieler auch eher nicht so aktiv Gegenwehr leistete und köpfte per Aufsetzer zur Führung ein. Im Anschluss stand der FCS defensiv ganz ordentlich und Jacob hatte in der 71. Minute die Monsterchance zum Dreierpack als er nach einer butterweichen Flanke von Shipnoski frei aus 6 Metern den Ball über das Tor köpfte. Damit hätte man den Deckel draufgemacht. So hieß es weiter zittern, Magdeburg mit mehr Ballbesitz und mit einem bis zum 16er gefälligen Spiel, dann aber ohne die ganz gefährlichen Situationen, das allermeiste wurde von der FCS Defensive souverän wegverteidigt, auch weil man die sonst üblichen Spielereien rund um den eigenen Strafraum vermied und stattdessen auch mal öfter den Ball einfach kompromisslos nach vorne geschlagen hat.

Kurz vor Schluss hat Barylla einmal nicht aufgepasst und ließ Granatowsi aus den Augen der die Riesenchance zum Ausgleich dann aber eher kläglich versemmelte. Glück für die Blau-Schwarzen.

 

Unterm Strich ein glücklicher Sieg, Spielverlauf und Chancenverhältnis hätten eher ein Remis gerechtfertigt. Aber egal, endlich wieder gewonnen. Nicht zuletzt die deutlich verbesserte Defensivleistung hat heute den Ausschlag gegeben. Jetzt geht es mit dem Heimspiel gegen Zwickau weiter, die zwar auch im Tabellenkeller stecken, allerdings auch 3 Spiele Rückstand haben.

In diesem Sinne, auf weitere 3 Punkte am Samstag zu Hause, wie leider auch im Jahr 2021, ohne das wir als Zuschauer dabei sein können.

 Update: Aufgrund des starken Schneefalls und der bekannten Situation rund um den Rasen Rechtstreit der Stadt mit einer Gartenbaufirma, musste das Spiel gegen Zwickau leider abgesagt werden.